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Gewässer

Die Gewässer des A.S.V. Eggerode und die Fische darin!

Gewässerschutz ist die Voraussetzung, um auch noch in Zukunft fischen zu können.
In Eggerode lässt der Zusammenfluss von Rockeler- und Burloer Bach die Vechte entstehen. Die Vechte verbreitert sich auf seinen Weg über Schöppingen , Metelen, Schüttorf und Nordhorn in NRW und Niedersachsen zusehends in einen Fluss, überschreitet bei Coevorden die Grenze ins Nachbarland der Niederlande und mündet nahe Zwolle in die Issel. Die Vechte sowie ihre beiden Ursprungsbäche, deren Quellen im Rosendahler Ortsteil Darfeld entspringen, ist ein natürlich belassenes Fliessgewässer, an dem bis hinter Metelen noch keine Begradigungen stattgefunden haben. In mehreren  Staustufen wird die Fliessgeschwindigkeit des Gewässers reduziert. Die Bäche und der Fluss weisen eine Vielzahl von Kolken und Gumpen auf, die den Fischen und anderen Tieren im Gewässer ideale Lebensbedingungen bitten und ein große Artenvariante zulassen. Einzustufen ist die Vechte auf ihren ca. 24 km Flusslauf bis Metelen als Salmonidengewässer. Für den Angler ist dieser Abschnitt ein Gewässer, an dem man sich nicht einfach hinsetzt und angelt. Die Vechte will erlaufen werden. Mit der Spinnrute oder als Fliegenfischer ist man gefordert, an dem Ufer lautlos entlang zu gehen, Ausschau nach springenden Fischen zu halten, sich anzupirschen und mit viel Geduld und Können den Fisch zu fangen und zu landen. Auch wenn die Vechte eine hohe Artenvielfalt hat und einen guten Besatz aufzuweisen hat, wird der Angler doch oft genug ohne Fangerfolg seinen Heimweg antreten. Falsche Wahl der Fliege oder falsches Wetter zum Angeln wird dann häufig als Grund hierfür an der Theke beim Vereinwirt Markus Winter aufgeführt. In den meisten Fällen ist der fehlende Erfolg beim Fischen jedoch beim Angler selbst zu suchen. Durch unvorsichtiges Verhalten am Kolk, -ein Ast, auf dem man getreten ist- hat die Forelle, die vorher vielleicht schon erspäht hat, vorsichtig gemacht oder gar verscheucht. An der Vechte in Eggerode zu angeln heißt vorsichtiges Anpirschen und viel, viel Geduld.

 

Fische in der Vechte
In der Vechte leben eine Vielzahl an Lebewesen von den Kleinstorganismen bis zu den großen Fischen. Das es sich noch um ein intaktes naturbelassenes Gewässer handelt, ist an der Artenvielfalt,  insbesondere aber an dem Vorkommen selten werdender Fische wie Bachneunauge, Koppe, Schmerle und den dreistacheligen Stichling festzustellen.
                                               Die häufigsten Fische in der Vechte sind in erster Linie:
aal
Aal: Katadromer Wanderfisch d.h. er wächst im Süßwasser auf und wandert zum Laichen ins Meer (Sargasso-See). Aale sind dämmerungsaktive Fische und unterscheiden sich zwischen Breit- u. Spitzkopfaale.
bachforelle
Bachforelle: Lebensraum sind rasch fließende Bachabschnitte mit kiesigem Untergrund. Neben Krebsen, Würmern und Insekten stellen größere Bachforellen auch kleiner Fische nach.
bachnauge
Bachneunauge: Gehört wie alle Neunaugenarten nicht zu den echten Fischen. Bachneunaugen zählen zu den Kieferlosen bzw. Rundmäulern und werden ca. 12-15 cm lang.
barsch
Barsch: Leicht hochrückiger Raubfisch mit 6-9 Querbinden im Farbkleid und 13-17 Stachelstrahlen auf dem Rücken. Kleine Barsche fressen  Kleinkrebse und wirbellose Kleinorganismen, größere stellen anderen Kleinfischen nach.
doebel
Döbel: Typischer Fließgewässerbewohner mit langgestreckter, rundlicher Körperform. Nahrung von Schnecken, Insektenlarven, u. a. wirbellose Kleinorganismen bis zu Fischen und Amphibien.
dreistachliger stichling
Dreistachliger Stichling: Auffälligstes Merkmal sind die 2-5 freistehenden Rückenstachel sowie weiterer Stachel an jeder Bauchflosse. Bevorzugter Lebensraum sind Flachwasserbereiche sowie langsam fließende sommerwarme Gewässer.
gruendling
Gründling: AnpassungsfähigerKleinfisch bis zu max. 15 cm Länge. Fast drehrunder Körper mit spindelförmiger Gestalt. An den Seitenlinien sind dunkle Flecken vorhanden
hasel
Hasel: Kleiner Schwarmfisch, der häufig mit dem Döbel verwechselt wird. Lebensraum sind rasch strömende Bereiche mit hartem Untergrund. Die Nahrung besteht aus Bachflohkrebsen, Schnecken, Würmern und Insektenlarven.
hecht
Hecht: Auffälligstes Merkmal ist das entenförmige Maul dieses Raubfisches. Weiter Mundspalt bis fast unters Auge mit starker Bezahnung. Hechte können bis zu 1,50 m lang werden.
Koppe: Kleinfisch mit keulenförmigen Körper ohne Schuppen. Kräftiger Dorn am oberen Rand des Kiemendeckel. Die Koppe ist eine bodenorientiert lebende Fischart
Regenbogenforelle: Körperform wie Bachforelle. Ein breites rötliches Band entlang der Seitenlinien. Auf gesamten Körper  sowie Flossen schwarze Tupfen. Die Regenbogenforelle stammt aus dem Westen Nordamerikas (Kalifornien)
rotauge
Rotauge: Äußerst anpassungsfähiger Fisch, der in fast allen Gewässerformen zu finden ist. In Fließgewässer besiedeln Rotaugen vor allem die ruhig fließenden Bereiche.
rotfeder
Rotfeder: Hauptsächlich in Stillgewässer anzutreffen. Schwarmfisch wie das Rotauge. Auffälligstes Merkmal sind die rötlich schim-  mernden Bauch-, After- und Schwanzflossen.
schmerle
Schmerle: Der dämmerungsaktive Kleinfisch wird 8-12 cm lang und besitzt einen drehrunden Körper, der lediglich im Schwanzbereich abgeflacht ist. Auf dem Oberkiefer besitzt die Schmerle 6 Bartfäden.

Muscheln und Krebse: In den Gewässern sind unter den ver- schiedenen Lebensformen auch Muscheln und Krebse anzutreffen. Bei den Muscheln handelt es sich vor allem um die Große und kleine Flussmuschel, gemeine Teichmuschel, Entenmuschel und Maler-muschel. Viele Muschelbestände sind gefährdet. Neben der Beeinträchtigung der Muscheln durch Gewässerverschmutzungen gibt es auch eine Reihe anderer Beeinträchtigungen, die die Bestände vieler Populationen negativ beeinflussen. Im Einzelnen sind dies der technische Ausbau und die Begradigung der Bäche und Flüsse sowie die Durchführung von Unterhaltungsmaßnahmen. Ferner stellt der aus Nordamerika eingeschleppte Bisam, der sich vor allem im Winter von Muscheln ernährt, eine ernsthafte Bedrohung für viele Bestände dar.
Der Edelkrebs ist der wohl bekannteste Vertreter dieser Gattung in unseren Gewässern. Früher waren Edelkrebse in vielen nordrhein-westfälischen Fließgewässern verbreitet. Heute ist der Edelkrebs auf der Roten Liste als „Stark gefährdete Art verzeichnet. Die Gründe hierfür sind die gleichen wie bei den Muscheln. Weiterhin sind Wollhandkrabben, Steinkrebs, Amerikanischer Flusskrebs und Signalkrebs in den Bächen und Flüssen in Nordrhein Westfalen mehr oder minder verbreitet.

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