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Geschichte

Am 30.12.1977 trafen sich die Herren Günter Homann, Harald Schulz, Herbert Heiringhoff, Heinz Homann, Karl – Heinz Kamp, Heinz Reinermann, Josef Nacke, Helmut Reinermann und Franz – Josef Wethmar in der damaligen Gaststätte Ising, um den Angelsportverein Eggerode e. V. zu gründen. Zum ersten Vorsitzenden wählt man Josef Nacke, sein Stellvertreter wurde Heinz Reinermann. Die Bücher führte Helmut Reinermann und die Kasse übernahm Franz – Josef Wethmar. Die Aktivitäten des Vereins wurden zunächst nur von einer Seniorengruppe wahrgenommen.
Als Vereinsgewässer wurde der Rockeler- und Burloer Bach von der Vechtegenossenschaft angepachtet.

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Einweihungsfeier der Angelhütte bei Kappelhoff
Man beschränkte sich in den ersten Jahren nach der Gründung auf die Befischung der Vereinsgewässer.
Jedoch wuchs die Mitgliederzahl in den darauffolgenden Jahren schnell an.
So wurde kurz nach der Gründung der Teich bei Kappelhoff vom damaligen Besitzer Schulze Eggenrodde angepachtet.
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Nachtangeln am Wehr bei Kappelhoff: v.l. Günther Homann, Mechthild Nacke, Josef Nacke, Heinz Homann
Im Jahre 1981 wurde dann die Jugendabteilung des Angelsportverein Eggerode ins Leben gerufen.
Gleichzeitig mit der Gründung der Jugendabteilung wurde dem Nachwuchs auch die Möglichkeit gegeben sich fachlich auf die Fischereiprüfung vorzubereiten. Diese Vorbereitungskurse zur Zulassung zur Fischereiprüfung und der damit verbundenen Befähigung zur Ausübung des Angelsports werden jedes Jahr vom Angelverein aufs neue angeboten. Mit der Jugendabteilung im Verein reichten die Vereinsgewässer langsam aber sicher nicht mehr aus, denn schließlich war eine Überfischung der Bäche nicht im Sinne der Petrijünger.
So entschloss man sich ein zusätzliches Gewässer zu schaffen.
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oben von links: Herbert Heiringhoff, Robert Schulze Sievert, Walter Scheipers, Heinz Homann Werner Börger. Sitzend: Heinz Wellner. Unten links Heinz Reinermann, rechtsHeinrich Schulze Sievert
1982 waren die Pläne und Genehmigungen für die Teichanlage rechts neben dem Rockeler Bach in trockene Tücher.
Die Teichanlage wurde zusammen mit dem Besitzer Heinrich Schulze Sievert in mühsamer Eigenleistung hergestellt. Mit der Teichanlage wurde gleichzeitig eine Aufzuchtanlage für Forellen gebaut, so dass der Verein in der Lage war, Fische für Besatzmaßnahmen in den Vereinsgewässern selber  zu züchten. Mit der eigenen Zucht im Rücken  konnte man so die Kosten für die notwendigen Besatzmaßnahmen erheblich reduzieren.
Im Jahre 1986 wurden vom Angelsportverein 800 m der Vechte ab der Entstehung hinzugepachtet.
Somit war der Verein jetzt Pächter von mehreren Kilometern naturbelassener Flussstrecke.
Gerade diese Flussstrecken wurden von den Anglern geliebt, gehegt und gepflegt, hatte man hier doch noch Bäche mit klarem und sauberem Wasser und ohne die üblichen in den 70-er Jahren durchgeführten Begradigungsmaßnahmen. Die Bäche sind mit ihren Kolken, Aushöhlungen und Windungen immer noch in ihrem ursprünglichen Verlauf geblieben. Hier finden sich in den Bächen noch die immer seltener werdenden  Fische wie Neunaugen oder Stichlinge und an den Ufern trifft man noch ab und zu den Eisvogel an. Das diese Artenvielfalt gegeben ist muss auch auf das Verhalten der Anglerschaft zurückgeführt werden. So steht der Begriff Umweltschutz bei den Vereinsmitgliedern ganz oben an. Jedes Jahr werden von den Anglern Reinigungsarbeiten in den Bächen und an den Ufern durchgeführt und Wasserproben entnommen und analysiert. Gelegentliche Elektrobefischung zur Kontrolle der Artenvielfalt ist ebenfalls unumgänglich. Hierbei sind Zählungen in den Gewässern möglich durch kurzzeitiges Betäuben ohne die Fische fangen zu müssen.
Aber auch außerhalb der Gewässer werden Schutzmaßnahmen von den Anglern durchgeführt, wie zum Beispiel das jährliche Aufstellen von Krötenzäunen, die Schaffung und Unterhaltung von Vogelnisthilfen sowie Beteiligungen an Umweltreinigungsaktionen in der Gemeinde.
1989 war vom Verein ein weiterer Teichbau im Bereich des Zusammenfluss von Rockeler- und Burloer Baches geplant, der jedoch vom Land nicht gebilligt wurde.
Neben der ganzen Arbeit kommt aber auch der Angelsport nicht zu kurz.
Als weitere Angelmöglichkeit bietet der Verein seinen Mitgliedern über die Verbandskarten auch die Möglichkeit zur Ausübung ihres Hobbys in den umliegenden Gewässern wie Ems, Offlumer-, Holtwicker- oder Heeker See und den Kanälen in NRW an.
Für die Mitglieder bietet der Terminkalender immer ein abwechslungsreiches Programm an.
So werden Hochseeangeltouren organisiert, Nachtangelveranstaltungen für Jung und Alt durchgeführt, Sommerfeste, Familientage, Frühschoppen und gemütliche Abende, Bleigießen und Angelveranstaltungen angeboten.
Im Vereinslokal „Hotel Winter“ ist der größte Fang  aus der Vereinsgeschichte ausgestellt. Der Hecht mit einer Länge von 1,27 m und 25 Pfund Gewicht wurde vom Mitgründer Harald Schulz im Teich bei Schulze Sievert gefangen und ziert heute die Theke in der Gaststätte. Auch sonst kann der Verein  in jedem Jahr auf stolze Fänge von kapitalen Forellen, Aalen oder Karpfen zurückblicken.
Neben dem Vereinslokal Hotel Winter hat der A.S.V. Eggerode sein Quartier in einer selbst gebauten Hütte an den Teichen bei Kappelhoff  bezogen. Diese Hütte wurde von den Anglern 1996 neu renoviert, mit reichlich Inventar versehen und wird seit dem für Veranstaltungszwecke in kleinerem Rahmen genutzt.
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                          von links:Herbert Heiringhoff, Franz-Josef Wethmar, Heinz Homann, Günther HomannWeitere Objekte zur Unterbringung der Gerätschaften wurden am Teich bei Schulze Sievert errichtet, sowie eine Räumlichkeit in
Schöppingen angemietet, wo auch der vereinseigene Autoanhänger untergebracht ist.
Im Jahr 1996 wurde mit den Angelvereinen Schöppingen und Metelen die E.S.M. Vechtegemeinschaft ins Leben gerufen. Das Ziel dieser Vereinigung der Vechteanrainer war es, Projekte, Umweltschutz, Besatzmaßnahmen und das Angeln gemeinsam durchzuführen. Somit kommt der Angler in Eggerode auf eine ihm zur Verfügung stehende Angelstrecke von ca. 24 km natürlichen Forellengewässers. Gleichzeitig ist der Verein dadurch besser in der Lage, Möglichkeiten der Naturschutzmaßnahmen zum Wohl der Bäche durchzuführen.

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